Auf dem Weg zur grünen Aussicht

Für Chateau Mcely war es völlig natürlich, von Anfang an die Prinzipien zu folgen, die im Einklang mit der Philosophie der Pflege und Liebe sowohl zu sich selbst, als auch gegenüber seinen Mitmenschen stehen. Es bedeutet, umweltfreundlich zu handeln, über Konsequenzen seiner Schritte nachzudenken, in der Aufmerksamkeit nicht nachzulassen und ständig etwas mehr machen. Für einen Menschen ist es eine Frage der Wahl. Für ein Hotel ist das eine große Herausforderung.


Nachhaltigkeit oder Hotel mit grünem Betrieb 

Das Team von Chateau Mcely ließ sich vor dieser großen Verpflichtung nicht erschrecken und ließ sich die umweltverträgliche Einstellung sehr angelegen sein. Bereits in der Renovierungsphase legten die Autoren des Projektes einen besonderen Wert darauf, dass die Ausstattung der Innenräume möglichst viel von den örtlichen, tschechischen Herstellern stammt. Die Auswahl eines soliden Lieferanten, der bis ans Ziel nicht hunderte von Kilometer zurücklegen muss, da er aus der Nähe kommt, stellt eine ideale Lösung dar. Chateau Mcely achtet darüber hinaus den Charakter des Ortes, wo es liegt, und huldigt der Tradition des tschechischen Handwerks. Der Einsatz lokaler Ressourcen ist heute viel mehr selbstverständlich, jedoch in der Zeit der Renovierungsarbeiten im Schloss handelte es sich um beinahe visionäre Einstellung. Die nahe Zukunft zeigte uns, wir hatten Recht. Bald nach der Eröffnung fand Chateau Mcely eine große Anerkennung in Form des internationalen Preises World Leading Green Hotel. Die Standards unseres Hotels haben überdies die gegebene Skala des umweltfreundlichen Handelns mehrfach überschritten. Chateau Mcely wurde also zum ersten grünen Fünf-Sterne-Hotel in Tschechien und dem zweiten in Europa!

Details, die den Alltagsbetreib erschweren, bekommen in der Zeitperspektive ihren Sinn. Das gilt sozusagen für alle Räder im Getriebe, das das Hotel bewegt. Hinter der märchenhaft ruhigen Fassade wimmelt es wie in einem Bienenstock. Empfangspersonal, Zimmerpersonal, Heiltherapeuten, BackOffice-Mitarbeiter, alle diese Leute behalten das Wohl unserer Gäste sowie unseres Planeten im Auge. Es wird nichts nur so einfach weggeworfen, es wird nichts umsonst verschwendet, und wenn doch schon etwas ausdient, wird es vom Hotel mittels Wiederverwertung in die nächste Runde geschickt. Mit der Hand wird sogar der Müll sortiert, den unsere Gäste in den Mülleimer werfen. Und die Mülltrennung findet auch dort statt, wo wahrscheinlich keine einzige Sekunde verpasst werden kann – in der Küche. Wer mal den Betrieb einer großen Küche erlebt hat, kann verstehen, wie mühsam es ist. Zum anderen gelingt es dank des guten Willens und der guten Planung, dieser Aufgabe mit einem Lächeln im Gesicht nachzukommen.

Das Hauptmotto unseres Restaurants unter der Leitung von Honza Štěrba war es, ist es und wird es sein: lokale Zutaten! Kräuter wachsen im Garten unter dem Schloss, also im Sommer kann man einfach den Pfad runtergehen und sie pflücken. Ein Stück weiter werden die Riesen-Heidelbeeren blau, und die Rosenbeete, die von anderen höchstens in eine Vase gestellt werden, nutz unser Chefkoch, um ein leckeres Eis zu machen. Das bisher höchste Ziel erreichte das Team unseres Restaurants in der Rolle begeisterter Züchter, als es im Garten eine Schneckenfarm errichtete. So nah auf den Schlossteller hatten es die Schnecken noch nie zuvor und unser Restaurant feierte mit dem köstlichen Menü einen großartigen Erfolg. Was unsere Köche nicht alleine heranziehen oder herstellen können, wird von lokalen Landwirten und Biobauern geliefert. Leckere Käsesorten, Würste oder Fleisch auf Ihrem Teller stammen aus unseren breiten Heimatfeldern. Das duftende Gebäck kommt aus der Bäckerei Ledec /Ledecká pe­kárna/ und der frische Fisch stammt aus dem naheliegenden Psinice u Libáně. Etwaige Reste aus der Küche werden dann an Hühner oder Kaninchen zu Hause bei unseren Mitarbeitern oder Nachbaren verfüttert.

Einen spürbaren Betrag auf der Rechnung des ökologischen Fußabdrucks stellt im Regelfall die Heizung dar. Und das Schloss Mcely benötigt mit seinen hohen Decken und weiträumigen Festsälen eine ordentliche Leistung, damit unsere Prinzessinnen nicht einmal am kältesten Tag des Jahres an Füßen frieren müssten. Für Wärme sorgt ein umweltverträglicher Kessel, der sich beim Heizen mit Holzhackschnitzel von einem lokalen Lieferanten begnügt. 100% unserer elektrischen Energie ist auch grün, was natürlich mit höheren Kosten verbunden ist. Aber das ist es wert! Bereits jetzt wird ein Teil der elektrischen Energie für den eigenen Bedarf mittels eigener Fotovoltaik-Module erzeugt. Das Wasser im Badesee im Park wird im Sommer fleißig mithilfe von Sonnenkollektoren erwärmt. Der See selbst ist nicht nur eine grüne Perle zum Beobachten. Die Wasserpflanzen an den Ufern wurden sorgfältig gewählt, um das natürliche Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, wobei die Wasserreinigung durch das Wurzelsystem der Pflanzen und einen Sandfilter erfolgt. Dank der anspruchsvollen Pflege ohne jegliche Chemie können das Baden im See auch Gäste mit empfindlicher Haut genießen.

Die Einstellung von Chateau Mcely zur Umwelt ist bewundernswert und inspirativ. Hier sind rücksichtsvolle Gäste recht herzlich willkommen. Auf dem Parkplatz steht den Gästen gratis eine Ladestation für Ihre Elektroautos bereit. Überdies gelingt es den Schlossmitarbeitern ausgezeichnet, die Liebe zur Natur mit einem hohen Komfort zu verbinden. Überlegten Sie mal, wie viele Gläschen mit Körperlotion oder Shampoo im Müll enden, wenn ein Gast in einem noblen Hotel hinter sich die Tür zuklappt? Wie viele Handtücher täglich gewaschen werden, wenn man sich einmal die Hände abgetrocknet hat? Die moderne Hotelindustrie nimmt solche Gespenster der Umweltschutz immer öfter unter die Lupe und das Team von Chateau Mcely hat diese neuen Trends im kleinen Finger. Daher finden Sie in unseren luxuriösen Gemächern keine überschüssigen Kunststoffdosen, und falls Sie sich Ihr Handtuch behalten wollen, das Ihnen gestern nach der abendlichen Toilette Ihr Gesicht streichelte, nutzen Sie einfach die bekannte Positions-Blumensprache und lassen Sie Ihr Handtuch einfach hängen. Durch kleine Gesten fügen sich die Gäste selbst in unsere Bemühungen ein, damit die Nachhaltigkeit nicht nur ein bloßes Wort ist. Damit unsere Kinder einen grüneren und gesünderen Blick aus dem Fenster haben. Diese Arbeit geht nie zu Ende.

Aus dem Buch „Schatz der Familie Mcely" /Poklad rodiny Mcely/. Herausgegeben von SOFFA für Chateau Mcely, 2016